Entlaufener Hund

Am 12.08.2021 wurden wir um 08:30 Uhr von der Tiersuchhilfe München über einen entlaufenen Hund zwischen Baierbrunn und Schäftlarn informiert. Die Terrier-Dame ist bereits am Nachmittag des Vortages mit angehängter Flexileine mitten im Wald ausgerissen.
Eingesetzte Suchhunde haben kaum Bewegung gezeigt, was im Umkehrschluß bedeutet, dass der Hund nicht weit weg sein konnte. Da der Wald aber sehr dicht ist und mit ziemlich viel Gestrüpp eine Suche am Boden erschwert, bestand die geringe Möglichkeit, dass wir ihn aus der Luft mittels Wärmebildkameras lokalisieren können. Die ersten 40 Minuten Überflug zeigten aber recht schnell, dass aufgrund der Sonneneinstrahlung viele Flächen bereits so aufgeheizt waren, dass eine effektive Suche nicht möglich war. Aus diesem Grund wurde vereinbart, dass am Abend ab 20 Uhr ein neuer Versuch unternommen werden soll.

Vom RETTUNGSNETZWERK e.V. fanden sich insgesamt drei Mitglieder ein. Michael Radeck, Lukas Polster und Michael Klingsöhr trafen sich wieder mit den Damen der Tiersuchhilfe München und den Besitzern des Hundes, die seit dem 11.08.2021 am Entlaufort geblieben sind.Auch die neu eingesetzten Suchhunde grenzten das Suchgebiet auf ein Teilstück des Waldes von 250 x 500 Meter ein. Wie immer wurde vor dem Start die zuständige Polizei (Inspektion 32 Grünwald) über den geplanten Suchflug informiert. 
Der erste Start erfolgte gegen 21:00 Uhr und deckte ein Gebiet von 170 x 250 Meter ab. Obwohl die Sonne bereits untergegangen war, waren sämtliche Hölzer noch sehr aufgeheizt und so konnte nur sehr langsam und mit viel Überlappung geflogen werden. Aufgrund der Höhe der Bäume betrug die Flughöhe 50 Meter und wirklich was erkennen kann die Wärmebildkamera natürlich nur in den Lichtungen. Wir mussten dann den Standort wechseln, da kaum noch eine sichere Funkverbindung zwischen Drohne und Fernbedienung zustande kam. Vom nächstmöglichen Standort konnten wir dann ebenfalls rund 150 x 250 Meter absuchen. Für den Mittelstreifen von 180 x 250 Meter fand sich kein geeigneter Startplatz. Gegen 22:30 Uhr haben wir dann die Suche in Absprache mit den Besitzern und der Tiersuchhilfe eingestellt.
Wie wir heute früh, 15.08.2021, erfahren haben, hat sich der Hund wohl von seiner Flexileine befreien können und wurde gesichtet. Aktuell befinden sich wieder Suchhunde vor Ort und es besteht weiterhin die Chance auf ein gutes Ende.

Ein wichtiger Punkt liegt uns am Herzen;
Flexileinen sind für den Besitzer und die Besitzerin eine angenehme Art dem Hund etwas Freilauf geben zu können. In zwei Fällen sind diese aber lebensgefährlich bzw. können zu schweren Verletzungen führen.
Beim SPiel mit anderen Hunden ist es durch Flexileinen schon zu schweren Verletzungen gekommen, da die dünnen Leinen im schlimmsten Fall wie ein Skalpell arbeiten und dem anderen Hund in die Haut schneiden. Auch wenn sich durch das Spiel die Leine sehr schnell und eng am Fell entlang bewegt, kann sie zu Verbrennungen führen. Wenn Sie das nicht glauben, nehmen sie die Leine direkt in die Hand und ziehen sie diese schnell über die Handfläche. Bitte tun Sie das nur auf eigenes Risiko!
Fällt die Flexileine aus irgendeinem Grund zu Boden, bewegt sie sich aufgrund ihrer Einroll-Funktion laut scheppernd über den Boden auf den Hund zu. Das kann dann Angst beim Hund auslösen und er rennt erst recht los, was den Lärm aber nur noch verstärkt. Ist der Hund dann in den Wald gelaufen besteht das Risiko, dass sich die Flexileine im Gestrüpp festhängt und damit dem Hund die Möglichkeit nimmt wieder zurückzukommen. Bewegt er sich dann um die Felxileine herum kann es dazukommen, dass er sich irgendwann selber fesselt.

Bedenken Sie bitte diese Punkte, wenn Sie sich für den Kauf einer Leine entscheiden. Alternativen gibt es in Form von Schleppleinen. Hier bitte darauf achten, dass man den Haltegriff, sofern vorhanden, aufschneidet.










Startplatz mitten im Wald

Drohnenstartplatz mitten im Wald 

Überwachungsmonitor

Hier werden die Live-Videos aus der Drohne angezeigt und der Bildauswerter sucht nach passenden Wärmesignaturen.



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